Neues :: aus der Kanzlei

Digitale Kommunikation - wir bitten um Vorsicht!

In unserer beruflichen Kommunikation insbesondere mit Mandanten, Anwälten, Unternehmen, Gerichten und Behörden bedienen wir uns moderner digitaler Techniken. Hierbei versuchen wir höchstmögliche Sicherheitsstandards einzuhalten. So führen wir für unsere Mandanten Web-Akten, über die die Kommunikation erfolgen kann, nutzen das von der Bundesrechtsanwaltskammer eingerichtete besondere elektronische Anwaltspostfach beA und signieren Emails idR qualifiziert elektronisch durch einen unserer Anwälte – dies ersetzt nach § 126 a BGB die Schriftform, hat also die gleiche Wirkung wie ein handschriftlich unterzeichnetes Dokument.

Trotz aller Sicherungs- und Vorsichtsmaßnahmen kann ein Mißbrauch dieser Kommunikationsform nicht ausgeschlossen werden. So müssen wir seit September 2017 erfahren, dass unsere – öffentlich zugängliche – Mail-Kennung von nicht autorisierten Personen/Maschinen genutzt wird, um Adressen anzumailen, mit denen wir in Kontakt stehen oder standen bzw. die uns unter ihren Kontakten führen. Hinter unserer Mail-Kennung (z.B. leipzig@advo-gross.de) stehen Zusätze, die mit uns nichts zu tun haben und die Verdacht erregen sollten. Anliegen ist regelmäßig ein mehr oder weniger konfus in deutscher oder englischer Sprache vorgetragenes Rechnungs- oder Mahnanliegen, was sich aus einem Anhang oder Link ergeben soll. Bitte bei solchen Mails Anhang oder Link nicht anklicken. Im Zweifel fragen Sie bitte in unserem Sekretariat nach, ob diese Mail von uns kommt und autorisiert ist. Wir haben die Vorgänge zum Anlass genommen, um unsere IT-Sicherheit nochmals zu überprüfen und anzupassen.  Wenn bei Ihnen der Verdacht auftritt, dass Ihre Kontakte, darunter wir, von unbefugten Absendern adressiert werden, sollten Sie einen Virenscanner aktivieren und evt. auch professionelle IT-Unterstützung in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich gilt beim Empfang digitaler Post:

  • Besonnene Plausibilitätskontrolle

  • Kein Öffnen dubioser Dateianhänge oder Links

  • Im Zweifel direkte Nachfrage bei dem – womöglich nur vorgespiegelten - Absender (tel., persönlich, wenn per mail, bitte nicht über „Antwort“ der verdächtigen Mail, sondern indem in einer neuen Mail die Adresse eigenhändig eingegeben wird)

Wir danken Ihnen für Hinweise, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt und tun alles für reibungslose und bestmöglich geschützte Kommunikation mit Ihnen.

Leipzig, 12.10.2017                                                                                        Roland Gross, RA

Lückeprofessoren werden bei der Altersversorgung diskriminiert -

Beschwerde zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erhoben

gross::rechtsanwaelte vertritt bereits seit dem Jahr 2010 sog. „Lückeprofessoren“, exakter bezeichnet als Aufbauprofessoren.Der Terminus "Lückeprofessor" hat sich in der politischen Diskussion in Deutschland für jene Hochschullehrer etabliert, die nach der Herstellung der Einheit Deutschlands neu berufen - oder positiv evaluiert – wurden, die maßgeblich an der Neustrukturierung des Hochschulwesens mitgewirkt und die zwischen 1995 und 2005 in den Ruhestand getreten sind. Dieser Personenkreis erhält im Vergleich zu allen anderen Hochschullehrern, die vor und nach ihnen in den Ruhestand getreten sind, eine um bis zu € 1.427,00 geringere Altersversorgung.  Diese Ungleichbehandlung wird von den Betroffenen, die sich im Verein Altersversorgung für angestellte Professoren und Hochschullehrer neuen Rechts und Angestellte im höheren Dienst der Behörden in den neuen Bundesländern e.V. (VAV – www.vav-web.de) zusammengeschlossen haben, als beschämende und skandalöse Diskriminierung aus Herkunfts- und Altersgründen empfunden. Politisch erhalten die Professoren von allen Seiten Bestätigung, dass ihnen Unrecht geschieht, aber der Gesetzgeber verweigert die zeitlich dringende Regelung. Nachdem weder das Arbeitsgericht,  Landesarbeitsgericht und auch nicht das Bundesarbeitsgericht und das Bundesverfassungsgericht den „Lückeprofessoren“ zu ihrem Recht verholfen haben, wurde jetzt der Europäische Gerichtshof für Menschenrecht in Strassburg angerufen.  Das Verhalten der staatlichen Stellen in Deutschland verstößt gegen Art 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention i.V.m. Art. 1 des Protokolls Nr. 1 zu dieser Konvention. Wir bauen auf das Durchhaltevermögen unserer – durchaus betagten – Mandantschaft.

Druckfrisch

Druckfrisch – soeben auf den Tisch: Die 4. Auflage, 2017, des Handkommentars Arbeitsrecht. www.nomos-shop.de/27628

Roland Gross kommentiert Teile des Berufsbildungsgesetzes und des Arbeitsgerichtsgesetzes (Verfahren vor dem Bundesarbeitsgericht).

recht :: aktuell

"Umkleidezeit ist Arbeitszeit"

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat am 20.09.2017 zu Az. 20 Sa 1571/16 entschieden, "dass die unter Ausschöpfung der persönlichen Leistungsfähigkeit des Klägers (Zugchef im Fernverkehr der DB) erforderlichen Zeiten des An-und Ablegens der Unternehmensbekleidung im Betrieb einschließlich der dabei veranlassten Wegezeiten als Bestandteil der von derBeklagten geschuldeten tariflichen Regelarbeitszeit vergütungspflichtig sind."

Rechtsanwälte

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