Neues :: aus der Kanzlei

Personalfluktuation, personelle Neustrukturierung

Unsere Kollegin Claudia Kopietz konnte nach ihrer Elternzeit im Herbst 2016 leider ihre Tätigkeit in unserer Kanzlei nicht wieder aufnehmen.  Zum Jahresende hat uns dann leider auch Rechtsanwältin Alinde Mekdam, LL.M., verlassen, da sie aus familiären Gründen aus Leipzig weggezogen ist. Wir verstehen die Entscheidungen beider Kolleginnen, bedauern dennoch zutiefst ihr Ausscheiden. Es war eine kollegial gute, ja freundschaftliche Zusammenarbeit zugunsten unserer Mandanten. Wir wünschen beiden Kolleginnen für ihre persönliche und berufliche Zukunft alles Gute und bleiben in Verbindung.

Das Ausscheiden der Kolleginnen erfordert eine personelle Neustrukturierung:

Wir intensivieren unsere Kooperation mit der jungen Leipziger Rechtsanwaltskanzlei KTR. Rechtsanwalt Tim Schneidewind unterstützt uns als freier Mitarbeiter bei der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate, die weiterhin der Schwerpunkt unserer Fachanwaltskanzlei sein werden; Rechtsanwalt Kilian Springer bringt in die Zusammenarbeit seine besondere Kompetenz in Urheber- und Markenrecht, sowie Gesellschaftsrecht ein.

 Ab März integrieren wir die Anwaltskanzlei Franz-Ludwig Kopinski, die seit vielen Jahren auf Wohnungseigentumsrecht, Mietrecht, Erbrecht, Teilungs- und Zwangsversteigerungen, sowie Baurecht spezialisiert ist.

Wir freuen uns auf die fachliche Zusammenarbeit mit den Kollegen, die wir schon länger gut kennen und von denen wir wissen, dass sie unsere Qualitätsansprüche und das Engagement für die Interessen der Mandanten teilen. Deshalb sind wir sicher, dass der Zuwachs uns nicht nur bei der Bewältigung unserer Mandate hilft, sondern auch eine Erweiterung des Beratungs- und Vertretungsangebots ermöglicht.

 

Elektronische Rechnung verbindlich

Seit dem 01.07.2011 sind in Deutschland gem. SteuervereinfachungsG 2011, mit welchem die EU-Richtlinie 2010/45/EU umgesetzt wurde, elektronische Rechnungen den klassischen Papierrechnungen umsatzsteuerrechtlich gleichgestellt, um Geschäftsprozesse einfacher und effizienter zu machen. Elektronisch (z.B. per email) übermittelte Rechnungen berechtigen also auch ohne Unterschrift zum Vorsteuerabzug.

Bei Steuerberatern und Rechtsanwälten müssen die Rechnungen aber grundsätzlich noch unterschrieben werden. Der Unterschrift gleichgestellt ist gem. § 126 a BGB die qualifizierte elektronische Signatur. Ausreichend ist es auch, wenn eine eingescannte, unterschriebene Rechnung elektronisch übermittelt wird.

So handhaben wir es in der Regel: Da die von uns im Mandatsverkehr verwendete WebAkte keine qualifizierte elektronische Signatur zulässt, unterzeichnen wir zunächst eine Originalrechnung, scannen diese dann ein und übermitteln sie auf elektronischem Weg über die WebAkte.

Man kann im Übrigen mit dem Mandanten vereinbaren, dass die einfache, nicht unterzeichnete Rechnung genügen soll; eine solche Rechnung ist dann ebenfalls verbindlich und kann steuerlich berücksichtigt werden. Wir regeln dies vorsorglich auch in unseren Mandatsbedingungen.

2017 brauchen wir Frieden, Mitmenschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit – in Deutschland und der Welt

tl_files/advo-gross/size39645.jpgEigentlich haben wir 2016 den längstmöglichen Advent, jedoch konnte sich bis zum 4. Advent noch keine Ruhe, gar Besinnlichkeit einstellen. Zu gedrängt sind die Termine, die es uns – allenfalls für einen kurzen Imbiß – erlauben, die Weihnachtsmärkte in Deutschland kennenzulernen, zu viele akute Probleme in Beschäftigungsverhältnissen und in Mitbestimmungsauseinandersetzungen mit Betriebsräten treten auf, die vollen Einsatz erfordern – und einige Verträge, insbesondere von leitenden Ärzten, sind auch noch zu verhandeln. Die Festtage stehen bevor, es gilt: durchatmen, sortieren für das nächste Jahr:

Allen unseren Mandanten, Freunden, Geschäftspartnern und Kollegen danken für ihr Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit; Kontrahenten danken wir für Fairneß, sachliche Auseinandersetzung und kollegialen Umgang bei der Suche nach tragfähigen Lösungen. Ganz besonders danke ich auch meinen Kollegen im Vorstand und Präsidium der Rechtsanwaltskammer, sowie in Ausschüssen bei der BRAK und im Arbeitsrechtsausschuss des DAV für die konstruktive gemeinsame Arbeit im zurückliegenden Jahr. Ihnen allen wünschen wir

Schöne Weihnachten mit vielen Genüssen und Freude!

Kommen Sie gut ins neue Jahr. Für 2017 wünschen wir uns, dass eine weltweit sehr besorgniserregende Tendenz zu Nationalismus, Demokratie- und Rechtsabbau, ja zu schwerwiegenden Verletzung von Bürger- und Menschenrechten gestoppt und gewendet werden kann, dass besonnene Kräfte, die für Toleranz und Mitmenschlichkeit eintreten, sich gegen Demagogen, Autokraten und Populisten durchsetzen und, besonders wichtig, dass die Gewalteskalation der letzten Jahre zurückgedreht, Kriege und bewaffnete Auseinandersetzungen beendet und ein friedliches Miteinander wiederhergestellt werden kann. Wir wissen, die Zeichen für eine Wende auch nur zum Besseren, geschweige denn zu der Welt, wie wir sie uns erträumen, stehen momentan nicht gut. Um sehr mehr bedarf es gerade der Förderung des Rechts, von Rechtsstaatlichkeit und sozialer Gerechtigkeit. Wir werden uns weiter, neben den uns angetragenen Mandaten, auch für Menschenrechte und Beachtung völkerrechtlicher Prinzipien einsetzen. Wo wir können, mahnen wir zu Frieden, verständnisvollem und friedlichem Umgang miteinander.

Leipzig am 4. Advent 2016

Roland Gross und das Team von gross::rechtsanwaelte

Dr. Claudia Gross, ipo-gross

 

 

 

 

 

 

 

 

 

recht :: aktuell

Compliance und CSR - cororate social responsibility

Der Begriff Compliance geistert schon seit einigen Jahren durch die Arbeitswelt und Fachliteratur des Arbeitsrechts. Compliance-Beauftragte sprießen in Unternehmen wie Pilze aus dem Boden. Dabei verbirgt sich unter dieser neuen Bezeichnung keine neue Erfindung. Compliance bezeichnet lediglich die Selbstverpflichtung eines Unternehmens, dass  bestehende Gesetze, Regeln und unternehmensinterne Richtlinien beachtet werden –eigentlich eine Selbstverständlichkeit-. Compliance–Beauftragte überprüfen diese Regeltreue unternehmensintern. Die Unternehmenswelt kann mit dieser Strategie also ihr Bild der Rechtschaffenheit aufpolieren.

Doch was verbirgt sich unter dem sperrigen englischen Begriff Corporate Social Responsibility (CSR)? CSR umschreibt die Verantwortung von Unternehmen und deren freiwillige Selbstverpflichtung zur ökologischen, ethischen und sozialen Nachhaltigkeit, kurz es handelt sich um unternehmerische Gesellschaftsverantwortung bzw. um die selbst auferlegte Unternehmensethik. Unter CSR fällt damit auch Compliance.

Die Sinnhaftigkeit der CSR-Regelungen wird besonders deutlich am Beispiel von Lieferketten. Jeder unternehmerische Auftraggeber kann durch seine Anforderungen Kinderarbeit und einstürzende Fabrikhallen in Bangladesch oder Pakistan aktiv verhindern.

Die EU verrechtlicht CSR nun im Ansatz mit der sog. Reporting-Richtlinie 2014/95/EU. Größere Unternehmen (mit mehr als 500 Mitarbeitern) werden dann verpflichtet, über ihre CSR-Aktivitäten öffentlich zu berichten. Die Richtlinie muss bis Dezember 2016 in nationales Recht umgesetzt werden, so dass ihre Regelungen ab dem Geschäftsjahr 2017 rechtsverbindlich sein werden.

In unserer Kanzlei sehen wir mit der Umsetzung dieser Richtlinie für Unternehmen eine große Chance. Durch die Offenlegung nichtfinanzieller Aspekte wird nun in viel stärkerem Maße ökologisch und ethisch-soziales Wirtschaften in die Unternehmensbewertung einfließen.

Auch in unserer Kanzlei arbeiten wir an hohen CSR-Standards und setzen diese im Alltag um. Ein konkretes Beispiel stellt unser nahezu kompletter Verzicht auf die Versendung von Papierdokumenten dar. Stattdessen nutzen wir – auch in der Korrespondenz mit Behörden und Gerichten – die elektronische Versendung. Wir sind uns bewusst, dass wir mit unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen über unsere originäre Rechtsberatung und -vertretung hinaus Einfluss auf unser soziales Miteinander und unsere Umwelt haben können.

Haben Sie Fragen, wie

  • Sie als Unternehmer CSR-Regelungen oder Compliance in Ihrem Unternehmen umsetzen,

  • Sie als Betriebsrat hierbei Einfluss nehmen oder  

  • Sie als einzelner Mitarbeiter hierbei mitwirken können,

dann sprechen Sie uns an.

Anne Sachse

Rechtsanwältin

Rechtsanwälte

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